Dienstag, 31. Januar 2012

Märchenhaft: Rotkäppchen und andere Ungeheuerlichkeiten


Vor 200 Jahren veröffentlichten die Brüder Grimm ihre Sammlung deutscher „Kinder- und Hausmärchen“. In alle Kultursprachen übersetzt, prägen sie bis heute das romantische Bild Deutschlands in der Welt. Sie sind Klassiker in den Kinderzimmern. Auch illustrierte Bücher für den erwachsenen Buchliebhaber oder Künstlerbücher haben Grimm’sche Märchen zum Thema. Im Fokus der Ausstellung steht das Märchen vom Rotkäppchen, das in zahlreichen freien Bearbeitungen von Künstlern wie Warja Honegger-Lavater, Barbara Fahrner oder Ottfried Zielke zu sehen ist.

Ausstellung: 24. Februar bis 3. April 2012

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Virulent - Hartmut Andryczuk

Aufrühren, in Wort und Bezeichnungen.

Hartmut Andryczuk, 1957 in Barsinghausen bei Hannover geboren, arbeitet interdisziplinär mit zahlreichen Text- wie Bildkünstlern zusammen, denen er sich als unverwechselbarer Zeichner oder Autor zur Seite stellt. Als Protagonist der Gruppe Solypse (1981- 85) gründet der Autor, Künstler und Verleger 1993 seinen Hybridenverlag. Der Name des Verlages ist gleichzeitig Programm: Bild, Schrift und Zeichen verschmelzen in seinen Produktionen zu Mischwesen.

Ausstellung: 24. Februar bis 8. April 2012

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sonntag, 29. Januar 2012

Versteinerter Reiter

Gisela Kurkhaus-Müller, „Akt mit Krabbe“, Radierung 1979
Gisela Kurkhaus-Müller, „Akt mit Krabbe“, Radierung 1979
Grafische Kostbarkeiten befinden sich gewöhnlich wohlbehütet in Schubern und Sammlungsschränken, und nur wenige wissen um den Reichtum. Das gilt ganz besonders für die rund 13.000 Druckgrafiken von knapp einhundert Künstlern der DDR aus den Jahren 1949 bis 1989, die sich im Kunstarchiv Beeskow befinden. Simone Tippach-Schneider hat daraus als Kuratorin mit fünfzig Arbeiten die Ausstellung „Versteinerter Reiter“ zusammengestellt. Diese war vor der Eröffnung am Sonnabend mit Hilfe der Kofinanzierung durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung speziell zugunsten grenzübergreifender Zusammenarbeit im Muzeum Lubuskie in Polen zu sehen.
Dass wenigstens ein Bruchteil dieser Druckgrafiken wieder ans Tageslicht gelangt, ist ein großes Verdienst, kommt ihnen doch nicht nur künstlerische Bedeutung zu. Vielmehr zeigen sie die Wirklichkeit in einem parteipolitisch dominierten Staat aus einem anderen Blickwinkel, sozusagen aus einer Nische. Simone Tippach-Schneider hat ganz richtig festgestellt, dass der Grafik der DDR ein „demokratischer Impuls“ innewohnte, „weil sie – abseits der Staatskultur – massenhaft und öffentlich zugänglich war“. Sie habe fernab von thematischen Vorgaben eine eigene künstlerische Sprache entwickelt, bei der die Hinwendung zu sehr persönlichen Sichtweisen und die Einbeziehung neuer Medien zu beobachten war.
Das ist an dieser Auswahl sehr gut nachvollziehbar, und man findet viele bekannte Namen wieder, wie etwa Arno Rink, dessen Lithografie „Versteinerter Reiter“ von 1978 zu Pablo Nerudas „Großer Gesang“ den Titel gegeben hat, sodann beispielsweise Matthias Wegehaupt, Charlotte E. Pauly, Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig, Trakia Wendisch und Hubertus Giebe. Auch wenn in einer Sammlung von staatlicher Auftragskunst nicht unbedingt die Spitzenblätter dieser Künstler zu erwarten sind, ist es doch schön und aufschlussreich, ihnen wieder zu begegnen, da ihnen im heutigen bundesdeutschen Kunstbetrieb nur noch eine untergeordnete Rolle zugestanden wird. So findet sich von Max Uhlig eine seiner ganz frühen Arbeiten, von denen er sich schon seit Längerem distanziert: die Lithografie „Baustelle“ von 1963. Sie entspricht als Darstellung einer Produktionsstätte den damaligen kulturpolitische Intentionen. Was aber ist wirklich zu sehen? Ein eingerüsteter Wohnkoloss, der wie ein Käfig wirkt. Bei Sabina Grzimeks Lithographie „Die Straße“ von 1967 wiederum dominiert ein bedrückender schwarzer Häuserblock das Bild. Auch bei ganz privat erscheinenden Bildern mag im Unterbewusstsein ein gesellschaftliches Unbehagen eingeflossen sein. Gisela Kurkhaus-Müllers Radierung „Akt mit Krabbe“ ist 1979 nach einem schönen Bulgarienurlaub entstanden. Warum aber wirkt die übergroße Krabbe über dem Kopf der Frau im Pool so bedrohlich? Dazu kann die Künstlerin heute nichts sagen. Es seien ja nur Souvenirs gewesen, die sie dargestellt habe. Auch wie die Grafik in die Sammlung von Auftragskunst gekommen ist, wisse sie nicht. Sie habe immer nur an private Sammler verkauft. Wie dem auch sei: Es ist viel Interessantes in dieser Ausstellung zu entdecken.
(Elke Lang)

Ausstellung: 28. Januar bis 29. April 2012,
es erscheint ein dreisprachigem Katalog

è Burg Beeskow
Archiv, Lese- und Medienzentrum
des Landeskreises Oder-Spree
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow
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Samstag, 28. Januar 2012

Alfred Heinz Kettmann (1912 - 2010)

zum 100. Geburtstag


»Kunst soll man nicht erklären, sondern erschauen. Sie ist Verdichtung persönlichen Erlebens, ist Weltanschauung, formuliert mit Farbe und Form«
Alfred Heinz Kettmann


(Seine Arbeiten) ... erweisen sich als Verdichtung und Konzentration hin zu einer Kalligraphie ohne jede Beziehung zu unseren herkömmlichen, wohl aber zu ostasiatischen Schriftzeichen. Dieses Schreiben an sich hat keine konkreten Texte zum Inhalt, regt aber sehr zum Nachdenken, Nachfühlen an, ist beste Anleitung zur Meditation. Nicht nur bei seinen mit lockerem Pinsel geschriebenen Tuscheblättern zaubert er Schriftbilder im wahrsten Sinne des Wortes auf das Papier, sondern auch mit Zuckertusche auf Metallplatten, die er dann ätzt und druckt. Zu dieser ersten Grundform sucht er dann – oft in passender Farbe oder Fläche – die harmonisch ergänzende Gegenform, als Steigerung der Aussage, die eine bis ins Archaische reichende Spannung erzeugt, uns so Inhalte ohne Worte gibt. Diese Formfugen oder Form-Konstellationen wollen ohne Vorurteil gesehen und erfühlt werden. Das ist ihre einzige Forderung an den Betrachter, dazu auch ein wenig Geduld, bis sie sich öffnen und ihre Schönheit preisgeben.
(Dr. Ottmar Premstaller)

Ausstellung: 11. Februar bis 14. April 2012
Druckgrafik und Zeichnungen
Finissage am 14.04.12, um 17 Uhr mit seiner Tochter, Frau Dr. Maria Kettmann (Crailsheim)

Willischstraße 11
09456 Annaberg-Buchholz

Freitag, 27. Januar 2012

Ptolomäische Felder

klick für mehr Abbildungen ...In der Tabor Presse Berlin erschien der Lyrikband PTOLOMÄISCHE FELDER, eine Gemeinschaftsproduktion von Ernesto Castillo (geb. 1970 in Leipzig) und Frédérique Loutz (geb. 1974 in Sarreguemines), wobei letztere die Bilder beisteuerte.
Meist sitzt die "Zeichnerin" jedoch nicht im selben Raum wie der "Schreiber" und so ergibt sich aus der symbyotischen Zusammenarbeit der beiden etwas selten Gesehenes und Schönes.
Das Buch im Format 25x34 cm erscheint in einer Auflage von 60 Exemplaren und ist durchgängig mehrfarbig, vom Stein gedruckt und damit mit 99 € ausgesprochen preiswert.

Lyrikband mit mehrfarbigen Lithografien
und eingebundenem Leporello (25x98 cm)

è Tabor Presse Berlin
Taborstr.22
10997 Berlin

Kunstbuchreihe 26

Soeben erschien der 27. Titel der Reihe. "Die Kunst, die Sonne und der Mond" ist wieder etwas ganz Besonderes. Zum ersten mal sind Arbeiten von 12 Künstlern in einem Buch zu sehen. Darunter sind 6 Künstler, die bereits mit wenigstens einem Buch an der Kunstbuchreihe teilnehmen - Hans-Joachim Althaber, Torgelow, Peter Hellmundt, Lübeck, Uwe Houdelet, Pasewalk, Dietmar Materna, Berlin, Dagmar Glaser-Lauermann, Berlin und Prof. Armin Münch, Rostock. Zum ersten mal mit Bildern in einem Buch der Reihe sind vertreten - Bruno Bernitz, Berlin, Frank Glaser, Berlin (beide bereits verstorben), Falko Behrendt, Lübeck, Wolfram Schubert, Potzlow, Joachim Lautenschläger, Neustrelitz und Werner Schinko, Röbel. Alle 12 Künstler haben bereits Ausstellungen in der Galerie im Keller des Kopernikus-Gymnasiums Torgelow durchgeführt und sind dadurch mit Torgelow, mit der Galerie und dem Thema eng verbunden. Das Buch erinnert an die Galerie im Keller und zeigt bekannte und z.T. erstmals aktuelle Arbeiten.

StettinerStraße 2
17367 Eggesin

Donnerstag, 26. Januar 2012

Heinrich von Kleist in der Schweiz

Dr. Wolfgang de Bruyn, Direktor des è Kleist-Museums Frankfurt/Oder sprach vor Mitgliedern und Gästen der Berlin-Brandenburger è Pirckheimer über die Ausstellungen im Brandenburgischen Museum und im Berliner Ephraim-Palais und über internationale Ausstellungen des Museums im Kleist-Jahr. Anschließend hörten die Teilnehmer des Abends einen Vortrag von Dr. de Bruyn unter dem Titel "Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden ..." zum Schweizer Aufenthalt von Heinrich von Kleist in Thun auf einer Aare-Insel.

Mittwoch, 25. Januar 2012

neue Geschäftsführung der Stiftung Buchkunst

© Alexandra Sender
Zum 1. März übernimmt Alexandra Sender als Nachfolgerin von Uta Schneider die Geschäftsführung der è Stiftung Buchkunst. Schneider scheidet auf eigenen Wunsch aus, um wieder in die freiberufliche Tätigkeit zurückzukehren.
Alexandra Sender ist seit 2003 in der Verlagsbranche tätig. Seit 2010 arbeitete sie freiberuflich als Lektorin.
Sie tritt an die Stelle von Uta Schneider, die seit 2001 die Stiftung mit den beiden Wettbewerben „Die schönsten deutschen Bücher“ (Frankfurt am Main) und „Schönste Bücher aus aller Welt/Best Book Design from all over the World“ (Leipzig) geleitet hat.

Die Situation spitzt sich dramatisch zu!

Das Aktionsbündnis Berliner Künstler informiert:


Bezirksbürgermeister Köhne (SPD) verantwortet Entscheidung über Schließung von Kultureinrichtungen im Bezirk Berlin Pankow!
Ab dem 1. Februar stehen den kommunalen Kultureinrichtungen in Pankow grundlegende Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes nicht zur Verfügung!
Bis zur Aufstellung des Finanzhaushaltes 2012 ist das Bezirksamt mit der Prüfung der Finanzen beschäftigt. Wann dieser Vorgang abgeschlossen ist, weiß man noch nicht. Frühestens Juni 2012, vermutlich aber erst im Herbst.....
Das bedeutet konkret: alle Veranstaltungsmittel wie Honorare für Techniker, Garderobe, Security, Werbemittel usw., also all die Kosten, die für die Aufrechterhaltung eines normalen Veranstaltungsbetriebes einfach notwendig sind, werden bis dahin nicht freigegeben!
Auch auf solche Weise kann man Kultureinrichtungen zerstören.
Andere Bezirke gehen damit anders um.

Wir fordern die sofortige Mittelfreigabe mindestens in der Höhe des Haushalts 2011, damit die kommunalen Kultureinrichtungen arbeitsfähig sind!
Die Bürger haben einen Anspruch auf kommunale Kulturangebote!

Wenn Sie diese Forderung unterstützen wollen, wenden Sie sich bitte an (Adressen hier):

Dr. Torsten Kühne (CDU)
, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice

,
Matthias Köhne (SPD), Bezirksbürgermeister und 
Leiter der Abteilung Finanzen, Personal und Wirtschaft
,
André Schmitz, Der Regierende Bürgermeister von Berlin. Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten


Wolfgang Henne

Zwischen roten Lippen geparkt

Foto: Jürgen Domes
"Zeichnen ist ein gieriges Prinzip, Hunger und Kampfgier richten sich gegen den alles verschlingenden Tod. In den wenigen Augenblicken, in denen wir mit unserer Sehnsucht eins sind, finden wir uns in der Mitte des Raumes wieder, verlassen wir die mit Furcht besetzten Ecken. Doch hinter der den Blick sich weitenden Ebene beginnt erneut die drückende Enge des Tales. Die freie Bewegung behindernde Enge und die wesensmäßig unerreichbare Ferne erzeugen ein stetig lockendes Verlangen. Der Weg nach innen ist eine Kärrnerarbeit."
(Wolfgang Henne)

Ausstellung: 31. Januar bis 13. April 2012

Sparkassengalerie am Roßmarkt
Roßmarkt 5-9
97421 Schweinfurt

Dienstag, 24. Januar 2012

Veronika Schäpers

Buchkunstwerke: East meets west

Veronika Schäpers Bücher sind ungewöhnlich: konzeptionell und dabei gleichzeitig auch äußerst sinnlich. In gleichem Maße sprechen sie den Intellekt und die Sinne an. Keines ihrer Bücher gleicht dem anderen, gemeinsam ist ihnen nur die perfekte handwerkliche Verarbeitung raffinierter Materialien. Nach ihrem Studium an der Burg Giebichenstein Halle verlegte Veronika Schäpers ihren Lebensmittelpunkt nach Japan. In ihre buchkünstlerischen Arbeiten bezieht sie die japanische Kultur und das japanische Alltagsleben ein. Martina Weiß zeigt ausgewählte Arbeiten aus dem Museumsbestand.

Freitag, den 3. Februar 2012, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €, Mtgl. 1,50 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Freitag, 20. Januar 2012

51. Stuttgarter Antiquariatsmesse 2012

Die Stuttgarter Antiquariatsmesse, organisiert vom Verband Deutscher Antiquare e.V., ist die zweitälteste Messe Europas und die älteste Messe für Antiquare, Autographen- und Graphikhändler in Deutschland. International renommierte Händler aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, den USA, Österreich, Frankreich, der Schweiz, Ungarn und den Niederlanden präsentieren wertvolle Manuskripte, Bücher, Autographen und Graphiken aus fünf Jahrhunderten Buchdruck und Buchkunst. Sie verwandeln das stilvolle Ambiente des Württembergischen Kunstvereins für ein Wochenende in einen Marktplatz, auf dem das Besondere, das Schöne, gehandelt wird.

27. - 29. Januar 2012
Freitag: 11 bis 19.30 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 bis 18 Uhr

Württembergischer Kunstverein
Schlossplatz 2

Mittwoch, 18. Januar 2012

Basler Büchermarkt der Antiquare

Im Schmiedenhof am Rümelinsplatz
Freitag 20.1.2012 von 17.00 - 20.00
Samstag 21.1.2012 von 11.00 - 18.00
Sonntag 22.1.2012 von 11.00 - 17.00

Montag, 16. Januar 2012

Arno Schmidts „Ländliche Erzählungen“

Dem è Berliner Bibliophilen Abend stellte am heutigen Abend Ulrich Goerdten (Mitgl. des BBA und der Pirckheimer-Gesellschaft) neue Interpretationen zu Arno Schmidt vor, hauptsächlich zu dessen „Ländliche Erzählungen“.
Fünf Tage vor der offiziellen Eröffnung konnten wir im neuen Domizil Villa Oppenheim des Heimatmuseum Charlottenburg den Untersuchungen Goerdtens, insbesondere zu „Der Sonn` entgegen ...“, Untersuchungen, die 2011 unter dem Titel „Arno Schmidts "Ländliche Erzählungen": sechs Interpretationen“ erschienen, lauschen und uns durch seine umfangreich recherchierten und auf den ersten Blick gewagt anmutenden Assoziationen und Deutungen zum Text Arno Schmidt anregen lassen.
Am Ende war Allen „alles andere als klar“ (Illigner), für viele aber auf jeden Fall ein Anlass gegeben, sich wieder einmal auf Arno Schmidt einzulassen und ihn nicht nur erneut, sondern auch neu zu lesen.
(ad)

Arno Schmidt? - Allerdings!

Der Berliner Bibliophilen Abend bedankt sich bei unserem Mitglied Hermann Wiederoth für die Gabe "Lesehefte der Arno Schmidt Stiftung" anlässlich des Vortrags vor dem BBA von Ulrich Goerdten.

das BÜCHERHAUS

das BÜCHERHAUS

Inh. Hermann Wiederoth
Im Beckfeld/48
29351 Bargfeld/Celle

Lachen in der Not

Inge Deutschkron liest und erzählt bei unserem Mitglied Konrad Kutt unter dem Motto Lachen in der Not, musikalisch begleitet von Helus Hercygier und Alexandra Gotthardt mit Texten und Liedern von Kurt Tucholsky am 70. Jahrestag der Wannseekonferenz und in Verbindung zur „Nachhaltigen BücherboXX Gleis 17“ am S-Bhf. Grunewald.
Inge Deutschkron, Jhg. 1922, wuchs in Berlin in einem sozialdemokratischen Umfeld auf, wurde als Jüdin von den Nationalsozialisten verfolgt, kam in der Blindenwerkstatt Otto Weidt unter und wurde von „stillen Helden“ versteckt. Ab 1956 arbeitete sie als Journalistin, Autorin Schriftstellerin in Bonn, seit 1987 wechselweise in Tel Aviv und Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen erzählen von ihrem Leben und den politischen Umständen.
„Ich trug den gelben Stern“ hatte im Grips-Theater unter „Ab heute heißt du Sara“ großen Erfolg. Inge Deutschkron erhielt viele Auszeichnungen, u. a. 1994 den Moses-Mendelsohn-Preis und 2008 den Carl-von-Ossietzky-Preis. „Ihr Lebenswerk steht im Zeichen des fortdauernden Engagements für Demokratie und Menschenrechte“. Durch ihre Lesungen und Diskussionen in Schulen ist sie zu einer Instanz einer lebendigen Erinnerungskultur geworden. “Lachen in der Not“ lautet der Titel ihrer Erwiderung auf die Verleihung des Carl-von-Ossietzky-Preises.

Freitag, den 20. Januar 2012 um 19.00 Uhr – mit anschließendem Umtrunk.
Um rechtzeitige Anmeldung wir gebeten.
Ein freiwilliger Kostenbeitrag ist willkommen.

Stubengalerie KunstStücke Grunewald

Gaby und Konrad Kutt
Stubengalerie KunstStücke Grunewald
Institut für Nachhaltigkeit in Bildung,

Arbeit und Kultur (INBAK)Trabener Str. 14 b
14193 Berlin (nahe S-Bhf. Grunewald)
Tel.: 030-891 51 24 oder 0173 601 491 2
è
E-Mail

1. Augsburger Antiquariatstag

Erwartet werden 35 bis 40 Antiquariate ausschließlich aus Bayern mit einem Angebot aus Bücher, alten Stichen, Schallplatten und CD's. Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 4. März 2012, 13 bis 19 Uhr
Sporthalle Augsburg
Ulrich-Hofmaier-Str. 30
86159 Augsburg

Veranstalter: Bernhard Lehner
 Tel. 0821/518237, Fax 0821/5083930

Samstag, 14. Januar 2012

Neujahrsgrüße

Diese Neujahrsgrüße an alle Pirckheimer von Hans-Joachim Behrendt richten sich insbesondere an all jene, die an der Jahresexkursion 2011 der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe nach Krakow am See und Greifswald teilnahmen.

Erhard Kunkel/Joachim Lautenschläger

ZIRKUS. HOMMAGE À MARC CHAGALL


Lautenschläger, 1944 in Zwickau geboren, studierte 1965 – 1970 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, u. a. bei Werner Tübke. Seit 1973 lebt er, mit Unterbrechungen, als freischaffender Künstler in der Nähe von Neustrelitz. Lautenschläger gehört zu den wenigen Künstlern, die in ihrem Atelier eine eigene Lithografie-Presse betreiben. Als erste Arbeit des Künstlers bietet die Büchergilde jetzt einen opulent bebilderten Pressendruck an.
Zu den 8 Original-Lithografien – davon 7 von mindestens je 4 Steinen gedruckt – hat unser Mitglied Erhard Kunkel Texte verfasst. Großes Querformat 29,5 x 43 cm, in bedrucktes Leinen gebunden, im Impressum ist eine Auflage von 20 Exemplaren angegeben, aber das Buch ist von Hand auf 12 Exemplare nummeriert und im Impressum von Lautenschläger signiert.

Preis: 248.00 €

è Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Freitag, 13. Januar 2012

erste Zeichen unseres Jahrestreffens

Heute erhielten alle angemeldeten Teilnehmer Post von der Ingolstädter Tourismus und Kongress GmbH mit einem interessanten Informationspaket zu den touristischen Sehenswürdigkeiten und Highlights des Ortes unseres Jahrestreffens 2012. Selbstverständlich werden diese Unterlagen auch an all diejenigen Teilnehmer unseres Treffens verschickt, die sich noch anmelden werden. Ob Ihre Anmeldung registriert wurde, können Sie auf unserer Homepage unter "internes" nachschauen (Passwort erforderlich, hier anfordern).

Donnerstag, 5. Januar 2012

Von der Lithografie zum Offsetdruck

Die Leipziger Kunstanstalt Carl Garte und die Sammlung Hans Garte

Werbung Schnellpresse © Int. Senefelder-Stiftung OffenbachZu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Schwarze Kunst farbig: Welche technischen Voraussetzungen dazu notwendig waren und wie erstaunlich vielfältig und farbenprächtig die Ergebnisse des frühen Mehrfarbdrucks sind, beleuchtet das Museum für Druckkunst Leipzig in einer zweiteiligen Ausstellung.

Ein erster Teil zeigt die Ansichtskartenproduktion der Leipziger Kunstanstalt Carl Garte um 1900. Das damals boomende Massenmedium Ansichtskarte veranschaulicht, wie wichtig Design und Farbgestaltung waren, um auf diesem hart umkämpften Markt zu bestehen. Dargestellt wird zudem die technische Experimentierfreude zu Beginn des Mehrfarbdrucks für Massenauflagen. Ausgewählte Exponate illustrieren das damals vorherrschende Druckverfahren der Chromolithografie, das bald auch mit anderen Verfahren kombiniert wurde.
Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich dem Offsetdruck, in den die Kunstanstalt Garte ab 1912 als einer der ersten Betriebe in Deutschland investierte. In der Frühphase wurde dieses Druckverfahren noch nicht im Buch- und Zeitungsdruck genutzt, sondern vor allem für Ansichtskarten, Plakate, Reklame und Verpackungen. Diese Anwendungsbereiche des frühen Offsetdrucks werden in der Ausstellung durch farbenfrohe Originale aus der Sammlung Hans Garte dokumentiert.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen, der Internationalen Senefelder-Stiftung Offenbach und dem Sammler Gerhard Stumpp, Stuttgart.
Das Museum für Druckkunst zeigt in seiner Dauerausstellung historische Drucktechniken mit dem Schwerpunkt Buchdruck. In der Sonderausstellung wird der Fokus nun auf den farbigen Illustrationsdruck gelegt. Wie der Buchdruck hat dieser in Leipzig eine lange Tradition; so wurde beispielsweise die erste deutsche Offsetdruckmaschine 1907 in Leipzig in Betrieb genommen.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in unterschiedliche Herangehensweisen an Schrift und Typografie im Spannungsfeld des gegenwärtigen Kunstschaffens. Ebenso verfolgt sie das Ziel, einer größeren Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu führen, wie stark Schrift unsere Wahrneh­mung prägt und beeinflusst. Im Rahmen von Führungen und Workshops lädt die Ausstellung ein zu einem visuellen Dialog mit Schrift in Kunst und Design.

3. Februar bis 13. Mai 2012
Eröffnung: 2. Februar 2012, 18 Uhr

è Museum für Druckkunst Leipzig
Stiftung Werkstattmuseum für Druckkunst
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
Tel. 0341 / 23 162-0
Fax 0341 / 23 162-10

Winsor McCay (1869 - 1934)

Comics, Filme, Träume

Little Nemo in Slumberland, 22. September 1907
Die Ausstellung stellt das Werk des Comic-Künstlers und Zeichentrickpioniers Winsor McCay vor, dem bisher weder in seinem Heimatland, den USA, noch im deutschsprachigen Raum je eine retrospektive Ausstellung gewidmet war. McCay ist einer der wichtigsten Zeichner des 20. Jahrhunderts, der das noch junge Medium der Comics maßgeblich geprägt hat. Innovative Bildfindungen, cinematographische Perspektiven und surrealistische Inhalte prägen das Werk und sind bis heute unerreicht geblieben. Nicht zu letzt seine explizite und umfangreiche Auseinandersetzung mit menschlichen Manien, Träumen und Alpträumen in seinen beiden Hauptserien »Little Nemo in Slumberland« (ab 1905) und »Dream of the Rarebit Fiend« (ab 1904) macht sein Werk der bildenden Kunst seiner Zeit ebenbürtig. Zur Ausstellung erscheint ein 368 Seiten starkes, prächtig bebildertes Katalogbuch, das erstmalig in deutscher Sprache die unterschiedlichen Aspekte seines Werkes (Jugendstil, Surrealismus, Film, Traumdeutung) beleuchtet.

Ausstellung: 15. Januar bis 4. März 2012

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Mittwoch, 4. Januar 2012

Frank-Ivo van Damme


Francis Dirix präsentiert in diesem Buch 50 phantasievolle Holzgravuren des bekannten Exlibris-Künstlers Frank-Ivo van Damme, gedruckt von den Originalblöcken. Die Eigner der Exlibris erzählen dazu Geschichten und geben weitere Hintergrundinformationen.
Die Auflage beträgt 300 nummerierte Exemplare, gedruckt auf 150 gr. Kunstdruckpapier. Hardcover, 128 Seiten, Format 17,5 x 20 cm.

Subskription bis 01.03.2012 25 €, danach 30 € plus Versandkosten,
zu beziehen über den Herausgeber.

Montag, 2. Januar 2012

ein Engel für 2012

Ein guter Engel möge alle Pirckheimer 2012 begleiten,
wünschen die Klostermanns
mit dieser Kaltnadelradierung
von Rainer Herold