Samstag, 25. März 2017

Bücherkinder begeistern das Messepublikum

Der dritte Tag der Leipziger Buchmesse war für die Pirckheimer ein Tag der Veranstaltungen.
Foto 1 und 2: Ralph Aepler
Zuerst hieß es: "E-Book ist wie schlechter Sex!". Hartmut Andryczuk und Birgit Eichler berichten über die vielen Möglichkeiten, sich dem Thema Sammeln von Büchern zu nähern, moderiert von Jens-Fietje Dwars. Danach waren die Bücherkinder aus Brandenburg an der Havel, Galerie Sonnensegel, mit Armin Schubert heute Gäste auf der Lesebühne in Halle 3. Konkurrenzlos gut zogen sie mit ihren Texten und Bildern und natürlich mit dem Rap zu ihrem Buch "Klemke 100" Besuchermassen an. Sie lieferten eine grandiose Performance!
Zu gleicher Zeit wurde im Haus des Buches mit einführenden Worten von Matthias Haberzettl eine Ausstellung mit Zeichnungen von Werner Klemke zu Hans Christan Andersen eröffnet, die mit seinem Nachlass ins Klingspor-Museum gelangten und die jetzt ein Kinderbuch aus dem Beltz-Verlag illustrieren.
Und selbstverständlich war auch am heute vermuteten Höhepunkt des Besucheransturms der Messestand der Pirckheimer wieder gut besucht und Ralf und Sigrid Wege, Marita Hoffmann, Matthias Haberzettl und Katrin und Ralph Aepler, sowie Abel Doering konnten viele Pirckheimer am Stand begrüßen. Auch Mitgliedsanträge flatterten wieder ins Haus und wurden in noch größerer Zahl angefordert. Der Tag machte darüber hinaus deutlich, dass die Vernetzung der Bibliophilen, der Buchkünstler, Illustratoren und Pressendruckern mit dieser Messe große Fortschritte machte.
Jürgen Höritzsch und corn.elius brändle, Organisator der artbook.berlin
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Freitag, 24. März 2017

... und Leipzig antwortet

Der zweite Tag in Leipzig war weniger gut besucht als der gestrige, aber keineswegs weniger erfolgreich für die Pirckheimer-Gesellschaft.
Felix M Furtwängler (lks.) signiert Graphiken für neu gewonnene Mitglieder
Ein Podiumsgespräch, moderiert von Ralph Aepler und Jens Fietje Dwars mit Helmut Richter, dem Autor von "Über sieben Brücken musst du gehn" und der Präsentation des Acrylstich zu diesem Text von Egbert Herfurth, der Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft mit den letzten Marginalien überreicht wurde, lenkte viele Interessenten an den Stand 532, wo heute Marita Hoffmann, Jutta Osterhof, Matthias Haberzettl und Abel Doering zu Antworten bereit standen ...
... und nicht nur Rede und Antwort standen, sondern auch Vergessenes über die Pirckheimer-Gesellschaft erfuhren, so über einen Pirckheimer-Graphikmarkt, der diesen Namen noch immer trägt, obwohl kein Pirckheimer mehr daran beteiligt ist oder über aktuelle Forschungen zur Geschichte der Pirckheimer, in der Gesellschaft selbst unbekannt, oder vom Wunsch einer Künstlerin, die Arbeit ihres Vaters und Mitglieds der Pirckheimer weiterzuführen, die mit dessen Ableben vor Jahrzehnten abbrach.
Harald Kugler​ (rechts) schaute kurz vor seiner Lesung vorbei, wie auch Klaus Ensikat (2. von lks.)
Der Andrang am Stand 532 in Halle 3 ließ nicht einmal zu, eine Lesung des Pirckheimers Harald Kuglers in einer anderen Messehalle zu besuchen.
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Donnerstag, 23. März 2017

Pirckheimer sagen in Leipzig Hallo

Der erste Tag kann nur so beschrieben werden: Ein voller Erfolg!
Diese Resonanz auf den Pirckheimer-Auftritt auf der Leipziger Buchmesse hat sich wohl niemand erträumt. Den ganzen Tag war der Pirckheimer-Stand dicht umlagert von Pirckheimer-Mitgliedern und solchen, die 1990 die Verbindung zu den Pirckheimern verloren hatten, von Bücherfreunden, die schon mal auf diese Gesellschaft aufmerksam wurden aber diese nicht so recht einschätzen konnten und von anderen, die erst beginnen, sich mit Buchkunst und Graphik zu beschäftigen.
Der einladend gestaltete Stand half auch Jüngeren, Berührungsängste mit so etwas "altehrwürdigem wie Bibliophilie" zu überwinden. An den Wänden finden sich Proben der graphischen Beilagen der Marginalien, die den Mitgliedern vorbehalten sind, auch zwei Arbeiten von Susanne Theumer, die noch in diesem Jahr eine Beilage für Mitglieder schaffen wird und die Besucher studierten die ausgelegten Marginalien und andere Proben unserer Tätigkeit, wie die "Jubelrufe", Hinweise zu Werner Klemke (der Film Treffpunkt Erasmus lief in Dauerschleife), Proben der Donkey-Press und wollten von den anwesenden Pirckheimern Ralph, Katrin und auch Charlotte Aepler, Matthias Haberzettl und Abel Doering wissen, was die Pirckheimer so umtreibt, fragen nach Hintergründe dieser Bibliophilen-Vereinigung und - was besonders freute! - ob man Mitglied in dieser Bibliophilen-Gesellschaft werden kann. Und die Möglichkeit einen Antrag auszufüllen nutzten einige!
Pirckheimer fand man allerdings nicht nur am Stand der Gesellschaft, sondern auch unter den anderen Ausstellern und auf der Antiquariatsmesse, so die Neuhauser Kunstmühle, Christian Bartsch und Riewert Q. Tode, Matthias Wagner, der im Eingangsbereich der Antiquariatsmesse eine wunderbare kleine Ausstellung zu Werner Klemke aufgebaut hat, die GIAQ, Thomas Glöss, der den LBA vorstellte ...


Morgen dann werden sich die Pirckheimer auf der Lesebühne in der Halle für Buchkunst und Graphik am Rahmenprogramm der Buchmesse präsentieren.
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Mittwoch, 22. März 2017

Relaunch: Pirckheimer-Gesellschaft.org

Die Pirckheimer-Gesellschaft geht pünktlich zum Beginn der Leipziger Buchmesse mit neuer Webseite und neuem Erscheinungsbild an den Start. Gern geben Mitglieder dieser Bibliophilen-Organisation auf der Buchmesse in Halle 3, Stand 532 weitere Auskünfte zu dieser Seite und nehmen Anregungen und Kritik zur Neugestaltung der Internetpräsenz entgegen.
Soviel sei bereits gesagt: Vorgesehen ist ein umfangreiches Marginalien-Archiv, Sammlerportraits und vieles mehr – kontinuierlich Lücken füllend, Sammler vernetzend und Wissen anregend.
Der neue Auftritt versteht sich als Angebot an alle Pirckheimer, diese mit weiteren Inhalten mitzugestalten.

Dienstag, 21. März 2017

Veranstaltungen der Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse

Für Veranstaltungen klick Kommentar!

Friedenauer Presse lebt weiter

Die Friedenauer Presse wird doch weitergeführt: Bereits im Frühjahr 2018 wird das nächste Programm mit neuen Titeln sowie Neuauflagen von vergriffenen Büchern der Backlist erscheinen.
Nachdem Katharina Wagenbach-Wolff letztes Jahr beschloss, sich nach fast 34 Jahren aus der Verlagstätigkeit zurückzuziehen, stand der einzigartige Verlag vor der Schließung. Nun hat sich überraschend eine Möglichkeit zu seiner Weiterführung unter dem Dach von Matthes & Seitz Berlin gefunden: Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz Berlin, und Friederike Jacob, Slawistin und zuletzt Verlagssprecherin (Kein & Aber), werden die Arbeit der Friedenauer Presse fortsetzen, Tatiana Wagenbach-Stephan und Nina Wagenbach werden Mitgesellschafterinnen.
In den Reihen Friedenauer Presse-Drucke, Winterbuch und Wolffs Broschur verlegte Katharina Wagenbach-Wolff neben Schlüsselwerken der russischen Literatur - darunter Aleksandr Puškin, Daniil Charms, Isaak Babel, Anton Čechov, Ivan Turgenev und Nikolaj Gogol -, auch Titel von Autoren wie Jean-Henri Fabre, Gertrude Stein, Gustave Flaubert, Hans Magnus Enzensberger, Emanuel Bove, Ingo Schulze und Alberto Vigevani. Auch in Zukunft wird der Verlag ein Ort sein für Literatur von Weltrang in hervorragenden Übersetzungen und mit sorgfältiger Gestaltung und Ausstattung. Die Friedenauer Presse folgt weiterhin ihrer verlegerischen Tradition. In den nächsten Wochen übergibt Katharina Wagenbach-Wolff den Verlag an Friederike Jacob, die Friedenauer Presse nimmt umgehend ihre Arbeit wieder auf, ab dem 1.6.2017 sind die vorhandenen Bücher wieder lieferbar.

Von Albers bis Richter

Künstlerbücher aus der Sammlung Kienbaum

Das Kinderbuchmuseum Burg Wissen zeigt in seiner nächsten Ausstellung Künstlerbücher aus der Sammlung Kienbaum. Diese Künstlerbuchsammlung, die der Gummersbacher Unternehmer Jochen Kienbaum seit den 1970er Jahren aufgebaut hat, zählt zu den größten und profiliertesten Künstlerbuchsammlungen im deutschsprachigen Raum. Neben kostbaren Malerbüchern umfasst sie auch ungewöhnliche Kataloge und andere Kunst-Publikationen, die in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Künstlerinnen und Künstlern entstanden.
Richard Tuttle, White Sails, 1999/2000, Foto Lothar Schnepf 2017
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt bei den Büchern abstrakter amerikanischer und europäischer Künstler des 20. Jahrhunderts wie etwas Josef Albers, Danile Buren, Antonio Calderara, Günther Förg, Sol LeWitt, Jürgen Partenheimer, David Reed oder Richard Tuttle. In der Ausstellung, die die Reihe von Künstlerbuchpräsentationen des Museums fortführt, werden die Künstlerbücher durch korrespondierende Arbeiten auf Papier der jeweiligen Künstler ergänzt.

Ausstellung: 2. April - 18. Juni 2017

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Samstag, 18. März 2017

2 Fotos von der DruckKunstBuch

Stand 47 OG (Hendrik Liersch)

A hard days night nach dem ersten Tag auf der Buch Druck Kunst im Museum der Arbeit Hamburg / Barmbek - morgen noch einmal ab 10 Uhr mit 50 Ausstellern und Buchkunst/Druckgrafik vom Feinsten! (Rainer Ehrt)

Messe: 18./19. März 2017

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3 · 22305 Hamburg

Bookbinding as Chick Lit

Charming piece of teen lit. for women. Bärbels fröhliche Lehrzeit (Bärbel's Happy Apprenticeship) by Felix Riemkasten written in 1953. After the death of her father, Bärbel needs to leave school to take up an apprenticeship rather than going on to university like her eldest brother (She was a straight A student). She loves book, bookbinding isn't too strenuous (says her mother), ... what could go wrong? ...
(Peter Verheyen, The Pressbengel Project)

... read more!

Donnerstag, 16. März 2017

Palmbaum # 64

Zur Leipziger Buchmesse wird das neue Heft Palmbaum, Literarisches Journal aus Thüringen erschienen.
"Eigentlich wollten wir ein Heft über den Spracherneuerer Luther machen. Aber die Lutherei allerorten nervt, da bringen wir lieber ein Heft zum Lachen - oder vielmehr zum Thema "Lachen", d.h. zum Komischen vom Humor über Satire, Parodie und Groteske bis zum Absurden. Warum und worüber lachen wir? Was ist romantische Ironie? War Goethe, der Kleists Kömödie "Der zerbrochene Krug" auf der Weimarer Bühne ruiniert hat, ein Spielverderber? Was kann, was darf Satire? Um solche Fragen kreisen die Beiträge des Heftes, für das Horst Hussel den Einband schuf."

Dienstag, 14. März 2017

Werner-Klemke-Park

Christine Klemke vor der Gedenktafel
für ihren Vater - unten eine Huldigung
an den Magazin-Kater ...
Die Grünanlange an der Amalienstraße / Woelckpromenade in Berlin-Weißensee ist am Dienstag nach dem Illustrator Werner Klemke (1917-1994) benannt worden. Zugleich wurde der Buchkünstler auch mit einer "Berliner Gedenktafel" geehrt. Klemke gelte diese Ehrung aus vielen Gründen, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) bei der Einweihung. Er sei einer der bedeutendsten und beliebtesten Buchkünstler der DDR gewesen und ein Stiller Held.
Generationen von Erwachsenen habe die Zeitschrift "Das Magazin" mit dem von ihm über 35 Jahre gestalteten Titelbild begleitet. Zudem illustrierte er viele Kinderbücher oder Plattencover von Hörspielen, wie etwa für die Weihnachtsgeschichte "Hirsch Heinrich". Als Lehrer an der Kunsthochschule in Weißensee sowie Leiter eines Meisterateliers an der Akademie der Künste der DDR habe er sein Wissen an zahlreiche Künstlerinnen und Künstler weitergegeben, sagte Lederer.

Leerlose Leere

Texte von John Cage, Hisamatsu und anderen sind Ausgangspunkt der Arbeiten von Corinna Krebber im Raum, an der Wand und im Buch: es entstehen filigrane Strukturen, die sich an der Grenze zur Nichtsichtbarkeit bewegen und damit das reine Denken zum Gegenstand haben. Anlässlich der Ausstellung in Frankfurt/M von Corinna Krebber "Papierarbeiten und Buchobjekte" findet ein Künstlergespräch von Dr. Steffan Stoltek mit der Künstlerin statt. Dr. Stefan Stoltek, Direktor des Klingspor-Museums für Typographie und Buchkunst in Offenbach, begleitet das Werk von Corinna Krebber seit vielen Jahren. Am letzten Tage der Ausstellung (1. April 2017, 11 Uhr) führt die Künstlerin selbst noch einmal durch die Ausstellung.

Ausstellung: 1. März - 1. April 2017
Künstlergespräch: 16. März 2017, 19 Uhr


Galerie Marina Grützmacher
Bernusstraße 18, 60487 Frankfurt am Main

23. Leipziger Antiquariatsmesse: Bibliophilie pur

In Zeiten der sich immer schneller elektronisch durch das Netz jagenden teils widersprechenden "News" ist es besonders wichtig, sich mit bleibenden Werten und Dingen zu beschäftigen, die schon manchen politischen Umschwung überdauert haben. In Halle 3 der Leipziger Buchmesse, gleich neben dem Stand der Pirckheimer-Gesellschaft findet die Antiquariatsmesse mit von 48 Antiquaren ausgestellten Kostbarkeiten aus sieben Jahrhunderten Buchgeschichte statt.
Beachtenswert sind besondere thematische Schwerpunkte: Zum 100. Jahrestag von Werner Klemke bieten Matthias Wagner und Georg Zeisig, beide Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, Widmungsexemplare, Graphiken und Zeichnungen des Berliner Künstlers an. Hierzu wird es eine Sonderausstellung im Eingangsbereich der Antiquariatsmesse geben. Der Pirckheimer Riewert Q. Tode präsentiert das Gesamtwerk und zahlreiche Autographen des Schriftstellers und Übersetzers Erich Arendt und Christian Bartsch kommt mit dem Kapital von Marx mit interessanter Provenienz. Und natürlich feiern auch die Antiquare das Lutherjahr.
Der Katalog zur 23. Leipziger Antiquariatsmesse kann hier eingesehen werden.

23. - 26. März 2016
Halle 3

Sonntag, 12. März 2017

"Lürische Ybungen" mit J.S. Bach

Handyfoto: Juliane Goerdten
Vermutlich im Herbst 2017 wird ein gelungener Abend im Lyrikhaus Joachimsthal eine Wiederholung finden, der am 11. März im Pianostudio Sybille Ott-Kohm und Matthias Kohm in Berlin-Schöneberg seinen Auftakt fand: Ulrich Goerdten rezitierte aus seinen "Lürischen Ybungen" und begleitete diese am Klavier. Ein anspruchsvoller Abend in geradezu idealer Weise, wie viele Teilnehmer betonten. Besonders die Verbindung von Texten mit der von Goerdten ausgewählten Musik von Johann Sebastian Bach war offensichtlich richtig gewählt.

Letzte Dienstfahrt eines Rollkoffers

Zeichnung von Thomas Glatz
Das MMM-DIARIUM 3/2016 mit künstlerische Arbeiten von Thomas Glatz, Freddy Flores Knistoff, Thomas Kutschker, An Paenhuysen und Hartmut Andryczuk ist im Hybriden-Verlag erschienen.
Diarium von Hartmut Andryczuk vom 1. August bis zum 31. Oktober 2016. Titelblatt: Dr. Seb. Eisenbart. Heilanstalt zur Entwöhnung von Morphium, Alkohol, Kunstmalerei und gewohnheitsmässiger Lyrik. Eigene Abteilung für Damen. Weitere Themen: Susanne Nickel tot, Alte Eichen und gebügelte Smartphones. Dr. Ae und sein Flugzeug nach Mannheim. Erlangen, Rokokohaus und hundert Fliegen auf der Pizza Fruiti di Mare, Ottfried Zielke (auch) tot, TRUDE ROYAL (Vorarbeiten), Frankfurter Buchmesse.

Edition: 30 copies
300 €

Samstag, 11. März 2017

Vernissage in Brandenburg an der Havel

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Werner Klemke wurde in Brandenburg in der Kindergalerie Sonnensegel eine Ausstellung mit einer Auswahl des Künstlers und von Arbeiten der Teilnehmer des Projekts "Klemke 100" eröffnet.
Die Worte zur Eröffnung der von Armin Schubert organisierten Ausstellung sprach Harald Kretzschmar. Jutta Osterhof und Matthias Haberzettl vertraten die Pirckheimer-Gesellschaft.
Durch Klick auf die nebenstehende Abb. erhält man einen kleinen Eindruck von der Vernissage, zur Verfügung gestellt von Armin Schubert.


Ausstellung: 11. März - 7. Juli 2017

Galerie "Sonnensegel" e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel

Freitag, 10. März 2017

Marginalien # 224 wurden ausgeliefert

Heute wurden das Heft 1 der Marginalien 2017 ausgeliefert. Für Pirckheimer mit dabei: ein Acrylstich von Egbert Herfurth zu Helmut Richter, Über sieben Brücken musst du gehen, 2016, gedruckt von Thomas Kurz, Museum für Druckkunst Leipzig, ein Holzstich von Hans-Joachim Behrendt, gedruckt von Martin Z. Schröder, ein Lesezeichen/Buchzeiger der Initiative Buchkultur, ein Flyer zu einem Märchenbuch mit erstmals veröffentlichten Zeichnungen von Werner Klemke, je ein Flyer zur BuchDruckKunst und zu "Reihenweise" von Reinhard Klimmt und Patrick Rössler, sowie die Zuwendungsbestätigung für 2016.

And the winner is ...

Die Gewinner der Freikarten zu einem Tagesbesuch der Leipziger Buchmesse sind:

Nora D. / Potsdam
Falk G. / Rochlitz
Natalie K. / Potsdam
Andrea Sch. / Dresden
Michel W. / Bad Freienwalde

Die Gewinner wurden per E-Mail benachrichtigt und erhielten einen Code zum Ausdrucken ihrer Tageskarte. Aber auch diejenigen, die nicht in den Genuss einer Freikarte kamen, können gern am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft in Halle 3 Stand 532 vorbeikommen und sich auf eine kleine Überraschung freuen.

Donnerstag, 9. März 2017

Werner Klemke ill. Hans Christian Andersen

Anna Thalbach liest »Märchen von Hans Christian Andersen«
Mit einer Ausstellung ausgewählter Originalzeichnungen von Werner Klemke

Die erstmals 1962 im Berliner Kinderbuchverlag erschienene Ausgabe der »Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm«, illustriert von Werner Klemke, wird seither von Generationen von Kindern geliebt. 1963 als »Schönstes Buch des Jahres« ausgewählt, sollte sie Klemkes erfolgreichstes Werk werden. Weniger bekannt war bisher, dass er, einer der vielseitigsten und versiertesten Buchkünstler der DDR, sich in den 1970er Jahren auch mit der Bilderwelt Hans Christian Andersens auseinandersetzte. Ob »Das Feuerzeug«, »Des Kaisers neue Kleider«, »Der Schweinehirt« oder »Der Schatten« - Klemke erschuf dazu Illustrationen in Pastelltönen, mit Tusche, in schwarz-weiß, mal filigran-detailliert, mal romantisch, mal mit frechen Anspielungen auf seine Zeit, doppelbödig und charmant. Der Beltz Kinderbuch Verlag fördert diesen Schatz nun wieder zutage und legt zum 100. Geburtstag des Altmeisters Werner Klemke die von ihm illustrierten Märchen in einer Übersetzung von Albrecht Leonhardt vor. Das Vorwort schrieb Matthias Haberzettl.

Lesung: 25. März 2017, 16 Uhr

Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Small World – Great Books

Die Galerie DRUCK & BUCH zeigt Beispiele Internationaler Buchkunst auf der BuchDruckKunst.
Das Buch als künstlerische Form taucht mit den verschiedensten Traditionen in vielen Kulturen auf, sei es in Asien oder Südamerika, besonders aber in Nordamerika und Europa. Faszinierend ist dabei nicht nur die ästhetische Vielfalt und Verschiedenheit im künstlerischen Ausdruck sondern auch die Bedeutung des (Künstler)Buches an sich: ist das Buch - im Sinne eines Tage- oder Skizzenbuches - die intimste aller Formen oder aber ein Verbreitungs- oder gar Manipulationsmedium in hoher Auflage?!
Einige ganz unterschiedliche Beispiele internationaler Buchkunst möchte ich gerne auf der BuchDruckKunst vorstellen: zum einen den südindischen Verlag TARA books, der hochauflagig Bücher im Handsiebdruck herstellt, die verschiedene, zum Teil mythische, zum Teil alltägliche Volkskunst präsentieren und repräsentieren. Die Bücher in ihrer farbigen und ornamentalen Vielfalt sind unmittelbar einnehmend, haben auch immer eine zweite vermittelnde Ebene.
Auf einer ideellen Basis damit verbunden ist der japanische Künstler und Verleger Katsumi Komagata, der, ganz im Sinne Bruno Munaris, Künstlerkinderbücher publiziert, die keine handelnden Helden benötigen sondern Bildwelten als Ideenspielräume eröffnen, in reduzierter japanischer Ästhetik.
Ebenso aus Japan gebürtig und über die Burg Giebichenstein sehr mit Deutschland verbunden ist der junge Buchkünstler Yasutomo Ota. Er setzte auf sein Design-Studium eine Ausbildung als Buchbinder ehe er in die Buchklasse der Burg Giebichenstein kam – hier nun verbindet er auf subtile und komplexe Weise Aspekte, Ideen, Materialien und auch Themen beider Kulturen: noch selten sah man die Schubertsche Forelle so föhlich eilend durch ein Künstlerbuch schiessen wie bei ihm – und auch einen der Schlüsseltexte asiatischer Kultur “Das Buch vom Tee” inszeniert er in seinem Teebeutelbuch treffend, respektvoll und handwerklich perfekt.
Und als herausragendes Beispiel für Buchkunst aus den USA zeigen wir einige Arbeiten der New Yorker Papier- und Buchkünstlerin Robbin Ami Silverberg. Nach dem Philosophiestudium in Princeton wandte sie sich dem Papier und dem Buch zu, spezialisierte sich aufs Handschöpfen hauchfeiner Pergamentpapiere und nutzt ihre handwerklichen Fähigkeiten in dem sie ihre Papiere konzeptionell in den komplexen Büchern verwendet. Das Rascheln des Pergamentpapieres ist die Basis der Soundinstallation in “Rondo” zum Beispiel und die Postkartenumrisse im Buch “Just 30 words”, in dem es um die gezwungenermassen geschriebenen Postkarten von KZ-Häftlingen geht, sind als Wasserzeichen ins Papier eingeschrieben.
Small world – great books... vielleicht stimmt ja auch das Gegenteil? Small books und jedes eine eigene Welt!
(Susanne Padberg, Galerie DRUCK & BUCH, Wien)

Messe: 18./19. März 2017

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3 · 22305 Hamburg

eine Gedenktafel für Werner Klemke

Mittwoch, 8. März 2017

Erinnerung an Werner Klemke

Werner Klemke wäre am 12. März dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Er hinterließ ein umfangreiches OEuvre. Allein die Buchgestaltung umfasst weit über 800 Titel. Dazu gehören Klassiker der Weltliteratur wie das »Decamerone«, die »Canterbury Tales«, »Fredmanns Episteln« oder die »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull«, aber auch viele zeitgenössische Autoren, über 400 Titelbilder für das Magazin, Briefmarken, Theaterplakate, Prospekte, Bühnenbilder, Figurinen, Filmplakate, Abziehbilder, Entwürfe für Bleiverglasungen ...
Besonders bekannt sind seine Illustrationen von Kinderbüchern und -zeitungen: »Die Hausmärchen der Brüder Grimm«, »Hirsch Heinrich«, »Das Wolkenschaf«, die »Trommel«, »ABC-Zeitung«, sowie von Schulbüchern und der Fibel.
»Ich mache Bücher, worunter ich nicht nur ›Bücher illustrieren‹ verstehe. Darunter verstehe ich, einem Buch durch Auswahl der Papiersorte und der Lettern, durch Satzanordnung und Buchschmuck Gestalt zu geben mit allen Zutaten, die nötig sind, den Absichten des Verfassers gerecht zu werden und dem Leser das Lesen zu erleichtern.«. ...
(Martina Dost in akzente, Monatszeitung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde, März 2017)

... gesamten Artikel lesen durch Klick auf den Ausriß.

In der Zeitung Junge Welt widmet sich Frank Burkhard dem 100. Geburtstag von Werner Klemke, der Artikel kann hier nachgelesen werden.

100. Geburtstag von Werner Klemke

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Werner Klemke am 12. März findet in der Brandenburger Galerie "Sonnensegel" eine Ausstellung mit Werken des Künstlers statt.
Eine Begegnung mit der Kunst von Werner Klemke ist immer eine Reise wert. Die Galerie „Sonnensegel“ ist Klemke ja sehr verbunden, insbesondere über die Bücherkinder Brandenburg, die in der Galerie beheimatet sind. So ist die Ausstellung zum 100. Geburtstag auch eine ideale Einstimmung auf die folgende Leipziger Buchmesse, wo die Bücherkinder Brandenburg am 25. März um 14.30 Uhr ihr Buch „Klemke 100 - Kinder kennen Klemkes Kater“ vorstellen und rappen werden. In Halle 3, Stand E 532, als Gäste der Pirckheimer-Gesellschaft.

Eröffnung: 11. März, 16 Uhr
Ausstellung: 11. März - 7. Juli 2017

Galerie "Sonnensegel" e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel

Dienstag, 7. März 2017

Mitgliederverzeichnis der Maximilian-Gesellschaft

Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst erhielten gemeinsam mit der Zeitschrift Aus dem Antiquariat Heft 1/2017 das aktuelle Mitgliederverzeichnis dieser Bibliophilen-Organisation. Das Verzeichnis enthält neben der Nennung aller Namen und Adressen und in Einzelfällen des Berufes auch eine Liste aller Ehrenmitglieder, sowie aller mit einer Ehrenurkunde Ausgezeichneten.
Die typographische Gestaltung übernahm Stefan Schmid, Stuttgart, die Gesamtherstellung erfolgte in de Grafischen Werkstatt Druckerei und Verlag Gebrüder Kopp GmbH, Köln.

Freitag, 3. März 2017

AdA 1/2017

Am Montag erscheint das Heft 1/2017 von „Aus dem Antiquariat“. Der Pirckheimer Mark Lehmstedt berichtet über den verlegerischer Alltag im 17. Jahrhundert anhand der Korrespondenz des Leipziger Verlegers Georg Heinrich Frommann mit Christian Daum in Zwickau. und Hermann Staub beschreibt mittels der Nürnberger Antiquariat GmbH, 1923 bis 1926, Handexemplare von Auktions-katalogen als Forschungsgegenstand. Wie gewohnt gibt es Berichte über Ausstellungen, Katalogbesprechungen und Rezensionen. Für Antiquare dürfte nicht zuletzt das Interview von Björn Biester mit einem der beiden Booklooker-Geschäftsführer interessant sein; Daniel Conrad bietet den Antiquare eine Kooperation an.
NB: Ein recht unkompliziertes Kennenlernen der Zeitschrift ermöglicht das Probe-Abo „2 für 1“.

Bucheinbände der Wiener Werkstätte

Dem Gedanken des Gesamtkunstwerkes verpflichtet, beschäftigten sich zahlreiche Entwerfer und Handwerker der Wiener Werkstätte (WW) auch mit der künstlerischen Gestaltung von Büchern. In einer Ausstellung zeigt das MAK einen Überblick über die facettenreichen Einbandentwürfe. Circa 70 Bücher aus den Privatsammlungen von Ernst Ploil, Gastkurator der Ausstellung, und Richard Grubman werden um 40 originale Entwurfszeichnungen und rund 500 Lederstempel aus der MAK-Sammlung ergänzt.
Koloman Moser, Bucheinband,
Ausf.: Carl (Karl) Beitel 1904
Leder, geprägt. © Sammlung Ernst Ploil
In ihrem erfolgreichen „Kampf gegen die schrecklichen, roten, goldverzierten Einbanddecken unserer Prachtwerke“, wie es 1905 in der Wiener Sonn- und Montagszeitung hieß, ließ sich die Wiener Werkstätte von der Arts and Crafts-Bewegung inspirieren. Vor allem William Morris’ Kreationen lieferten den WW-Gründern Josef Hoffmann und Koloman Moser wesentliche Impulse. Sie bezogen bewusst jenes Leder aus Paris, das auch Morris als kostbaren Schutz für Bücher einsetzte. Bereits 1904 engagierten Hoffmann und Moser den renommierten Wiener Buchbinder Carl Beitel als Geschäftsführer ihrer Buchbinderei. Seine technische Kompetenz entsprach dem Anspruch der WW auf höchste handwerkliche Qualität. Nicht nur die manuelle Fertigung, auch die originelle Gestaltung der Bücher wurde national und international gewürdigt, unter anderem von Berta Zuckerkandl.
Josef Hoffmann, Bucheinband mit Schuber,
WW, um 1920. Leder, Goldprägung,
Karton, Tunkpapier. © Sammlung Ernst Ploil
Bei der Herstellung von Kleister- und Tunkpapieren kam insbesondere Carl Beitel eine tragende Rolle zu. Aus Tunkpapier wurden 1904 Einbände nach Entwürfen Koloman Mosers geschaffen: Adele Bloch-Bauer scheint hier als erste Kundin der WW im Modellbuch auf. Als Material diente meist Ziegenleder, sogenanntes „Maroquin“. Gelegentlich wurden auch Stoffe verwendet, seltener exotischere Lederarten wie Krokodil-, Schlangen-, Perlrochen-, Eidechsen- oder sogar Froschhaut.
Mit ihrer Ideenfülle und professionellen handwerklichen Umsetzung lieferten die Bucheinbände der Wiener Werkstätte der österreichischen Buchkunst wesentliche Impulse.

Ausstellung: 8. März - 28. Mai 2017

MAK, Stubenring 5, 1010 Wien

Augsburg macht Druck

In einer Sonderausstellung zeigt das Diözesanmuseum St. Afra, das aus eigenen Beständen auch einige Exponate beisteuert, Erzeugnisse des frühen Buchdrucks einer der bedeutendsten und in ihrer Kultur- und Wirtschaftsgeschichte glanzvollsten Städte des Heiligen Römischen Reichs. Bereits in Gutenbergs Todesjahr 1468 erschien das erste in Augsburg gedruckte Buch. Augsburg trat damals überregional vor allem mit dem Druck von Bibeln und Erbauungsliteratur in der Volkssprache hervor. Besondere Bedeutung ist dem Buchschmuck dieser Drucke beizumessen, denn auch hier war Augsburg weithin führend sowohl im Bereich des beigedruckten Holzschnitts als auch in der Verzierung der Drucke durch Miniaturen. Mit der Präsentation der typographischen und buchkünstlerischen Meisterwerke der Inkunabelzeit, also der Zeit bis 1500, will die Ausstellung die Tradition des Augsburger Buchdrucks der breiteren Öffentlichkeit nahebringen. Augsburg gehörte neben Köln, Nürnberg, Frankfurt am Main und Leipzig zu den fünf führenden Buchzentren des Alten Reiches, was wesentlich zur Formung des kulturgeschichtlichen Profils der Stadt beigetragen hat.
Es erscheint ein bebilderter Katalog mit Essays und Objektbeschreibungen.

Ausstellung: 10. März - 18. Juni 2017

Diözesanmuseum St. Afra
Kornhausgasse 3–5 86152 Augsburg

Donnerstag, 2. März 2017

Wie Gras im Wind

Jens Pfuhler, Steindruck,  gedruckt auf der Steindruckschnellpresse von Christian Müller
Unter diesem Titel steht die erste Ausstellung in diesem Jahr des Museums für Steindruck im Kunsthaus Müller mit Steindrucke von Altenbourg bis Zimmermann aus dem Museumsarchiv, dem Verlag und aus dem Archiv des Steindruckers. Ein interessanter Querschnitt über die Vielfalt dieser Drucktechnik.
Das Kunsthaus lädt ein zu einem Museumsgespräch mit Hanns-Peter Schöbel, dem Autor des soeben erschienen Buches „Alois Senefelder - Der Steindrucker".
Zur Ausstellung erscheint eine Vorzugsgraphik, ein Steindruck des Leipziger Künstlers Jens Pfuhler. Auflage 30 Exemplare, Motivformat 40 x 30 cm, Papierformat 53 x 39 cm, Vorzugspreis 60 Euro, nach der Ausstellung 180 Euro.

Ausstellung: 1. Februar - 23. April 2017
Museumsgespräch: 12. März 2017 um 14 Uhr

Kunsthaus Müller
è Kunsthaus Müller & Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen
*
Verlag Bärbel Müller

Tagung des Arbeitskreises Buntpapier

Wie seit seit mehr als 10 Jahren am letzten Wochenende im Februar traf sich auch in diesem Jahr der Kreis am Buntpapier Interessierter im Haus der Deutschen Bücherei in Leipzig. Etwa 40 Teilnehmer verschiedenster Profession hatten sich zusammengefunden, um den Vorträgen zu lauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Unter der bewährten Leitung von Frieder Schmidt, Leiter der Kultur- und Papierhistorischen Sammlung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek, wurden die unterschiedlichsten Aspekte thematisiert. Der Bogen spannte sich dabei vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Die Tagung begann entsprechend ihrem Schwerpunkthema „Entwerfer und Gestalter – Handwerker, Drucker, Verleger“ mit vorträgen zu Vertretern dieser Zunft. Frieder Schmidt stellte ein Musterbuch der Buntpapierfabrik Ness in Aschaffenburg vor, Ilse Mühbacher sprach über Michael Spörlin und seine Aktivitäten in Wien, Ilona Hesse konnte interessante Details zur Einführung serieller Arbeitstechniken zur Herstellung von Modeldruckpapieren in der Werkstatt ihrer Vorfahren in Leipzig präsentieren. Einen weiteren Aspekt brachte Adelheid Schönborn ein, die anhand ihrer Sammlung von Brokatpapieren die unterschiedlichen Formen von Signaturen der Hersteller auf den Papieren zeigte. Zum Abschluss des ersten Tagungstages stellte Gisela Reschke den Augsburger Buchführer und Buntpapierverleger Georg Christoph Stoy und seine Musterkarten vor. Beim gemeinsamen Abendessen in der Cafeteria des Hauses gab es dann die Gelegenheit sich zu stärken und den Tag im Gespräch Revue passieren zu lassen.
Der zweite Tag startete mit einem Vortrag von Dirk Lange, der von seiner Zusammenarbeit mit der Malerin Kerstin Brätsch bei der Marmorierung großformatiger Blätter berichtete. Er war dazu mehrfach in New York und arbeitete mit der Künstlerin in deren Atelier dort. Bilder von den Ergebnissen dieser gemeinsamen Arbeit rundeten den Bericht ab.
Dem folgte gleich der nächste Augenschmaus, Gülhan Efkar machte mit der Ebru-Malkunst bekannt und zeigte Beispiele für diese traditionelle türkische Art der Buntpapiergestaltung.
Anschließend berichtete Jana Wichmann sehr persönlichen darüber, wie sie - gelernte Restauratorin - zum Buntpapier gekommen ist und zeigte Beispiele aus ihrer Sammlung. Den Vormittag beschloss Gisela Möller, die in einem Werkstattbericht den Stand ihrer Forschungen zu Lilli Behrens, der Ehefrau des Jugendstil-Künstlers Peter Behrens vorstellte.
Fotos: Julia Rinck
Nach der Mittagspause sprach Julia Rinck über die Kleisterbilder und Kleisterpapiere des Strandwanderers, Grafikers, Buchgestalters und Fotokünstlers Theodor Schulze-Jasmer, dessen Nachlass sich in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden befindet.
Die Papiere schmücken den Umschlag und die Seiten von Kristine von Sodens Buch „Tetje der Windflüchter“, das natürlich auch betrachtet werden konnte. Schließlich berichtete Henk Porck über die gemeinsame Arbeit mit Frieder Schmidt, Ida Schrijver, Julia Rinck und Susanne Krause an der überarbeiteten Neuauflage von „Buntpapier – ein Bestimmungsbuch“. Die höchst interessante Tagung, die vor allem auch von den Gesprächen und der gemeinsamen Betrachtung der themenbezogenen Materialien - den Buntpapieren, Büchern und Objekten - lebt, endete mit der zusammenfassenden Betrachtung der Tagungsergebnisse.
Dem scheidenden Spiritus Rector, Frieder Schmidt, der im Herbst dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand eintritt, wurde zum Ende der Tagung mit Blumen und einem langanhaltenden Beifall herzlich gedankt. Bleibt zu hoffen, dass es trotzdem auch im nächsten Jahr Ende Februar wieder eine Buntpapiertagung geben wird.
(Ninon Suckow)

Mittwoch, 1. März 2017

Panoptikon

Rainer Ehrt - Zeichnung, Druckgrafik, Malerei, Cartoons, Skulptur aus zwei Jahrhunderten: Werkschau in der Galerie Christine Knauber Berlin ab 17.  März - 14. Mai 2017 Vernissage 16. 3. 19 Uhr Langenscheidtstraße 6